Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand dieser Fassung: 08.09.2026. Anbieter ist Lorenz Wieseke (LOVIZ), Roßmarktstraße 37, 04177 Leipzig („wir“). Diese AGB werden bei der Registrierung angenommen; der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Bestandteil des Vertrags.
A. Geltungsbereich, Unternehmer
Diese AGB gelten für die Nutzung der Software-Plattform inboundy (Website, Dashboard und die damit verbundenen Automatisierungen). inboundy richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, also an Personen, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er inboundy geschäftlich nutzt. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB können inboundy nicht nutzen.
inboundy stellt Funktionen bereit, um LinkedIn-Kontaktanfragen, Nachrichten, Kontaktlisten und Beiträge zu organisieren und zeitgesteuert auszuführen. Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem gebuchten Plan und der Leistungsbeschreibung auf der Website.
B. Vertragsschluss, Konto, Zugangsdaten
Der Vertrag kommt mit der Registrierung eines Kontos zustande; ein kostenpflichtiger Plan kommt mit Abschluss des Buchungsvorgangs zustande. Der Zugang ist personengebunden und darf ohne unsere Zustimmung nicht an Dritte übertragen werden.
Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim. Für die Verknüpfung mit LinkedIn übergibt der Kunde sein LinkedIn-Passwort nur zur Anmeldung; wir speichern das Passwort nicht. Die entstehende LinkedIn-Sitzung wird auf unserem Automatisierungsserver gehalten, bis der Kunde sie trennt oder sein Konto löscht.
C. Nutzung von LinkedIn, Sperrrisiko
inboundy führt Handlungen im LinkedIn-Konto des Kunden aus (Kontaktanfragen, Nachrichten, Beiträge, Abruf von Profildaten). LinkedIn untersagt in seinen Nutzungsbedingungen den Einsatz automatisierter Werkzeuge. Der Kunde entscheidet in Kenntnis dieses Umstands, ob und in welchem Umfang er inboundy einsetzt. Wir begrenzen Tagesmengen und Sendezeiten, um das Risiko zu verringern, können aber nicht ausschließen, dass LinkedIn Konten einschränkt, zur Verifizierung auffordert oder sperrt. Ein solcher Fall begründet keinen Mangel unserer Leistung und keinen Anspruch gegen uns.
Wir haben keinen Einfluss auf LinkedIn. Ändert LinkedIn Funktionen oder Oberflächen, kann inboundy vorübergehend oder dauerhaft eingeschränkt sein; Abschnitt F gilt entsprechend.
D. Verantwortung des Kunden für Inhalte und Ansprache
Der Kunde bestimmt, wen er anspricht, und verantwortet den Inhalt seiner Kontaktanfragen, Nachrichten und Beiträge allein. Er stellt sicher, dass seine Ansprache zulässig ist, insbesondere nach § 7 UWG (unzumutbare Belästigung durch Werbung) und dem Datenschutzrecht. Für die Verarbeitung der Daten seiner LinkedIn-Kontakte ist der Kunde Verantwortlicher im Sinne der DSGVO; er prüft die Rechtsgrundlage (in der Regel Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und kommt seinen Informationspflichten nach Art. 14 DSGVO nach. Wir verarbeiten diese Daten als Auftragsverarbeiter nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag.
Der Kunde stellt uns von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung von inboundy durch ihn beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
E. KI-gestützte Vorschläge
inboundy erzeugt Textvorschläge für Nachrichten und Beiträge mit Hilfe von Sprachmodellen. Vorschläge werden im Dashboard als KI-generiert angezeigt. Sie sind keine Rechts- oder Fachberatung und können Fehler enthalten. Der Kunde prüft jeden Vorschlag, bevor er ihn freigibt; gesendet oder veröffentlicht wird nur, was der Kunde freigegeben hat. Eine Kennzeichnung gegenüber den Empfängern nimmt inboundy nicht vor.
F. Leistungen, Verfügbarkeit, Änderungen
Wir stellen die vereinbarten Funktionen während der Vertragslaufzeit bereit. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit schulden wir nicht; Wartungsfenster, Störungen und Ausfälle des Automatisierungsservers oder von LinkedIn bleiben vorbehalten. Über Störungen von mehr als vier Stunden informieren wir zahlende Kunden per E-Mail.
Wir entwickeln inboundy fortlaufend weiter. Anpassungen, die für den Kunden zumutbar sind und den Vertragszweck nicht wesentlich beeinträchtigen, bleiben vorbehalten; dazu gehören auch Änderungen der Tageslimits, wenn LinkedIn dies erfordert.
G. Preise, Laufzeit, Verlängerung, Kündigung
Es gelten die zum Buchungszeitpunkt angezeigten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Bei Kunden mit Sitz außerhalb Deutschlands richtet sich die Umsatzsteuer nach dem Sitz des Kunden; Unternehmer in der EU mit gültiger USt-IdNr. erhalten die Rechnung im Reverse-Charge-Verfahren ohne deutsche Umsatzsteuer. Entgelte sind monatlich im Voraus fällig und werden über Stripe abgerechnet.
Abonnements laufen einen Monat und verlängern sich jeweils um einen Monat, wenn sie nicht bis zum Ende der laufenden Periode gekündigt werden. Die Kündigung ist jederzeit im Dashboard unter „Abrechnung“ möglich und wirkt zum Ende der bezahlten Periode. Ein kostenloser Testzeitraum endet ohne Kündigung automatisch.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
H. Kein Widerrufsrecht
Da inboundy ausschließlich Unternehmern angeboten wird, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
I. Haftung
Wir haften unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften bleiben unberührt.
Nicht ersetzt werden insbesondere Schäden aus Einschränkungen oder Sperrungen des LinkedIn-Kontos (Abschnitt C) sowie aus Inhalten, die der Kunde freigegeben hat (Abschnitte D und E).
J. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten stehen in der Datenschutzerklärung. Für die Daten der LinkedIn-Kontakte des Kunden gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag, der mit der Registrierung angenommen wird.
K. Änderungen dieser AGB
Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht (Gesetzesänderung, Änderung von LinkedIn, Funktionsänderung, Schließung von Regelungslücken) und die Änderung für den Kunden zumutbar ist. Über Änderungen informieren wir im Dashboard und per E-Mail mindestens 14 Tage vor Wirksamwerden. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die neue Fassung; auf diese Folge weisen wir in der Mitteilung hin. Bei Widerspruch kann jede Seite zum Wirksamwerden kündigen.
L. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist Leipzig, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
Stand: 08.09.2026
